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Lighthouse Corsewall


Im Jahre 1814 wurde ein Antrag gestellt, an dieser Stelle einen Leuchtturm zu errichten, der den Schiffsverkehr um die Nordspitze der Rhins of Galloway in den Loch Ryan und den Firth of Clyde sichern sollte. Im gleichen Zug wurde auch der Bau des Leuchtturms Point of Ayre auf der Isle of Man genehmigt.
Der bekannte Leuchtturmingenieur Robert Stevenson setzte das Vorhaben um und 1817 wurde das Corsewall Lighthouse in Betrieb genommen. Der sechsstöckige Turm am Corsewall Point besitzt eine Höhe von 26,2 m und ragt damit 34 m über die Wasserfläche.
Seine Kennung aus einem weißen, fünfsekündigen Lichtpuls alle 30 Sekunden ist bis in eine Entfernung von 22 Seemeilen (rund 41 km) zu erkennen.
Sein Mauerwerk besteht aus Bruchstein mit farblich abgesetzten Natursteineinfassungen. Oberhalb des zweiten Stockwerks des zylindrischen Turms zeigt sich eine zinnenbewehrte, umlaufende Galerie. An der Nordseite sind längliche Fenster eingelassen. Das sechste Obergeschoss ist allseitig mit Vierpässen gestaltet, die mit Ausnahme der Westseite blind sind. Darüber läuft um die Laterne eine Galerie mit Metallgeländer herum.
Nachdem sie zunächst durchgehend bemannt war, wurde die Anlage 1994 automatisier. Die ehemaligen Behausungen der Leuchtturmwärter wurden verkauft und werden seitdem als Hotel genutzt
Bereits im ersten Betriebsjahr gab es einen Vorfall, bei dem der wachhabende Leuchtturmwärter einschlief und die Rotationsmechanik zum Stillstand kam. Daraufhin wurde er zum Assistenten herabgestuft und auf das Bell Rock Lighthouse versetzt.
Im Laufe des Zweiten Weltkriegs wurde 1941 ein leichter Bombenschaden verzeichnet.
Auf einem Testflug im November 1970 flog die Concorde über den Leuchtturm, wobei an dem Turm mehrere Scheiben zu Bruch gingen.
Bei unserem Besuch war die Restauration in den Wärterhäusern in Betrieb und wir haben hier gemütlich Kaffee getrunken.