Home Das bin ich Kontakt Meine Reisen Inhaltsübersicht

Leuchtturm Buk auf dem Bastorfer Berg

 

Leuchtturm Buk im August 2006

                 

und

während der Renovierung.

Der Leuchtturm BUK in Bastorf warnt die Seefahrt seit 1878 vor einer langgestreckten Sandbank in der Einfahrt der Wismarer Bucht, die von den Schiffern „Hannibal“ genannt wird. Der Leuchtturm ist mit seinen nur 20,8 Metern Höhe einer der kleinsten deutschen Leuchttürme. Da er auf dem 78 Meter hohen Signalberg steht, ist er zudem mit der Feuerhöhe von 95,3 Metern das höchstgelegene Leuchtfeuer an der deutschen Ostseeküste. Befindet man sich auf See kann man noch in einer Entfernung von 25 Seemeilen den Turm als Bauwerk ausmachen.
 

Bei guter Sicht kann der Besucher auf der äußeren Plattform, nach einem Aufstieg über die 55 Stufen des Turmes, im Norden bis nach Dänemark, in nordöstliche Richtung Rostock und Warnemünde, in westlicher Richtung die Wismarer Bucht mit seiner Sandbank „Hannibal“, die Halbinsel Rerik und die 45km Luftlinie entfernte Insel Fehmarn sehen.

Die Geschichte des Leuchtturms begann mit der Prüfung der Notwendigkeit eines Leuchtturms auf der Bukspitze im Jahre 1876. Nach dem Baubeginn 1876 wurde das Leuchtfeuergehöft Buk unter der Leitung des Baumeister Hansen aus Kröpelin in nur 18 Monaten errichtet. Ursprünglich trug der runde, weiß gefugte Backsteinturm eine dunkle Kappe. Die Optik bestand aus 20 Glasfeldern mit Fresnelschen Stufenlinsen. Die Optik ist bis heute in vollem Umfang einsatzbereit.

Außerdem richtete man auch zwei Wohnungen für die Leuchtturmwärter ein. Bis 1924/25 wurde das Leuchtfeuer durch Petroleumlicht erzeugt, dann am 2. Januar 1925 wurde es durch elektrisches Licht ersetzt. Bei Stromausfall sorgte eine Reserve-Gasbeleuchtung für Ersatz.

Bis Anfang der 1960er Jahre war der Bastorfer Leuchtturm ein beliebtes Ausflugsziel an der Mecklenburger Bucht. Dann wurde er als militärisches Objekt eingestuft und war somit nicht mehr für die Öffentlichkeit zu erreichen. Der letzte Leuchtturmwärter beendete 1979 seinen Dienst, da die Leuchtfeuertechnik nun automatisch arbeitete.

Zwischen 1991 und 1999 wurde der zweigeschossige Turm in mehreren Bauabschnitten saniert. Dabei wurde eine Richtfunkstation der Bundesmarine und vier Wohnungen zur Familienerholung des Sozialwerks der Bundesverkehrsverwaltung eingerichtet.

Heute kann man den Turm wieder besichtigen und besteigen.