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UF Mielstack

Der alte Leuchtturm Mielstack im September 2021, aufgenommen während einer Flusskreuzfahrt

Der oberen Teil des Gebäudes wurde grau gestrichen, damit es nach seiner Abschaltung nicht mehr als Leuchtfeuer oder Tagessichtmarke identifiziert werden kann.              Aufnahme vom 16.07.2012.

Diese Aufnahme entstand am 27.08.2010. Da war das UF Mielstack schon Geschichte, denn es wurde im Mai 2010 abgeschaltet.

 

Schon früh begann man mit der Befeuerung der Elbe. Bald stellte man fest, dass Richtfeuer für schmale Fahrwasserabschnitte die höchste Positionierungsgenauigkeit erlaubten

So begann Hamburg 1897 alle langen schmalen Fahrwasserstrecken mit Richtfeuerlinien auszustatten. Von den für die Unterelbe typischen klassischen Gittertürmen sind noch fünf erhalten, die heute alle unter Denkmalschutz stehen. Ihr im Verhältnis zur Höhe relativ geringes Gewicht ist auf den weichen Marschböden von besonderem Vorteil.

Da die Türme sich nicht zum Wohnen eignen, war die Errichtung eines separaten Wohnhauses für die Leuchtturmwärter nötig.  Daher baute man später nur noch die Oberfeuer auf diese Weise, Die Unterfeuer errichtete man mit angebautem Wärterhaus aus Stein. Die Feuerlinie Somfletherwisch/ Mielstack entstand 1905 bis 1907, wo sie ihren Betrieb aufnahm und den bis Anfang des 21.Jahrhunderts ausführte.

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Hamburg entschied sich, das Unterfeuer Mielstack zu erneuern. Dieses bildet zusammen mit dem Oberfeuer Somfletherwisch eine Richtfeuerlinie, die die Mitte der tiefen Fahrrinne der Elbe im Bereich von Lühesand anzeigt.

Da sich die Brückenhöhen der Schiffe über die Zeit erhöht haben, wurde der Neubau und eine Neuausrichtung erforderlich. Das Unterfeuer und das Oberfeuer wurden bei der Erbauung im Jahre 1905 auf die damaligen üblichen Schiffsbrückenhöhen von ca. 20 m ausgelegt. Bei der heutigen Großschifffahrt sind Brückenhöhen von 40 m und darüber keine Seltenheit. Zudem wurde der Deich vor dem Unterfeuer über die Jahre mehrfach erhöht.

Eine leuchtfeuertechnische Berechnung ergab, dass die derzeitige Lichtpunkthöhe beim Unterfeuer um 5 m höher und um 170 m weiter zur Elbe hin verändert werden muss. Da eine Erhöhung und Verschiebung des alten Unterfeuers bautechnisch nicht möglich ist, kam nur ein Neubau im Deichvorland in Betracht.

Mit dem Neubau werden Unter- und Oberfeuer erstmals als einheitliche Tagessichtzeichen angepasst.

Nach der Inbetriebnahme des neuen Leuchtturmes im Winter 2009 wird das Feuer auf dem alten Turm gelöscht.

Nach Fertigstellung des neuen Unterfeuers wird in einer Testphase von 6 Monaten ermittelt , ob das alte Unterfeuer Mielstack eine Beeinträchtigung der Richtfeuerlinie darstellt.

Dadurch wird sowohl dem Interesse der Bevölkerung bzw. des Denkmalschutzes, den Turm möglichst zu erhalten wie auch der Gewährleistung der Sicherheit und Leichtigkeit der Schifffahrt Rechnung getragen.

 

Unterfeuer Mielstack am ersten Septemberwochenende 2008

und von der Englandfähre aus gesehen im April 1996.